Gelungene Verschmelzung von bestehendem und neuem Wellnessbereich in Schweizer 4-Sterne Superior Hotel

Jaeggi Architekten: Bestehende Raumqualitäten verstärken und verfeinern

Das Hotel Eden Spiez, ein traditionsreiches Haus, das bereits seit 1903 besteht, wurde 2006 nach Totalumbau neu eröffnet, 2010 durch ein Tagungszentrum mit Parkgarage ergänzt und Ende 2017 in ein Wellness & Genuss Hotel umgewandelt. Hierfür entwickelten Jaeggi Architekten ein ganzheitliches Interior-Design-Konzept für eine Verschmelzung des vorhandenen Wellnessbereichs (inklusive Panorama-Hallenbad) mit den neuen Einrichtungen. Die Pläne des Büros J. Höhn + Partner aus Thun sahen dafür einen zweigeschossigen Anbau angrenzend an das bestehende Hallenbad vor.

Für die Innengestaltung zeichnen Jaeggi Architekten verantwortlich, ein Büro aus dem schweizerischen Sempach, das von den Brüdern Beat und Rolf Jaeggi geleitet wird. Ihre Konzepte sind klar lesbar und verfügen hinsichtlich Nutzung, Struktur sowie innerem und äußerem Erscheinungsbild über eine hohe Kohärenz. Die Neugestaltung des 650 Quadratmeter großen Wellnessbereichs im Hotel Eden Spiez ist deshalb für Jaeggi auch ein gelungenes Beispiel für ihr Verständnis von Bauen im Bestand: „Unser Ziel ist es, bestehende Qualitäten des Ortes zu stärken und die Situation mit unseren baulichen Eingriffen fortzuführen und zu verfeinern.“

Im barrierefreien Eden Spa befinden sich nun der Empfangsbereich mit Lobby, ein Private Spa für zwei Personen, eine finnische Sauna mit Himalaja-Salz sowie eine Biosauna. Ein Dampfbad plus Erlebnisdusche sowie zwei Behandlungsräume und ein Ruheraum runden das Angebot ab. Mit dem gläsernen Lift oder der Treppe wird der tiefer gelegene Bereich erreicht. Hier besteht direkter Zugang zum Panorama-Hallenbad, zu einem weiteren Ruheraum, zur Salzgrotte sowie zum Soleaußenbad.

Selbstverständlichkeit im Übergang

Die Kernaufgabe im Hotel Eden Spiez bestand darin, die nun insgesamt drei Bereiche der Wellnessanlage gestalterisch miteinander zu verbinden, gleichzeitig aber auch ein Gleichgewicht zwischen Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit auf der einen Seite sowie Behaglichkeit und Wohnlichkeit auf der anderen Seite zu finden. Die Architekten haben verschiedene Möglichkeiten durchgespielt, sich dann aber dazu entschlossen den bestehenden klassizistischen Stil aufzugreifen und in einer zeitgenössischen Formensprache weiterzuführen. Schlichte Materialität, feine Interventionen sowie eine Kongruenz in Haptik und Farbigkeit der jeweiligen Oberflächen ermöglichten die geforderte Selbstverständlichkeit im Übergang.

Gestaltungsvielfalt mit keramischen Fliesen

Jaeggi Architekten entschieden sich, alle Bodenflächen im neu gestalteten Wellnessbereich mit keramischen Fliesen im großzügigen Format 75 x 75 Zentimeter zu belegen. An den Wänden wechseln sich Holzverkleidungen mit Fliesen im repräsentativen Großformat 60 x 120 Zentimeter ab. Sämtliche Fliesen stammen aus der Serie Valley von Agrob Buchtal, die durch natürliche Rohstoffe wie farbige Tonminerale und Erden, feinkörnige Strukturverläufe sowie den vielschichtigen Farbton „Sandbeige“ eine perfekte Verbindung zu den bestehenden Fliesen und Materialien herstellen.

Einheitlich gestaltete Bodenflächen prägen im gesamten Wellnessbereich das Bild. Sie sorgen für die nötige Ruhe und Großzügigkeit, wirken aber dennoch klar und reduziert. Auf diese Weise entsteht ein reizvoller Dialog mit der fulminanten Kulisse aus Spiezer Bucht, Thunersee und Bergkulisse des Berner Oberlandes, der sich auch auf der Terrasse wiederfindet. Hier setzten die Architekten ebenfalls die Serie Valley ein und zwar in einer Dicke von zwei Zentimetern, die durchgängige Optik und entsprechende Solidität gewährleistet.

Das Solebad mit Jungbrunnenwasser verbindet Innen und Außen und überrascht mit einer besonderen Farbgestaltung: Im Poolbereich ist meist Blau die Farbe der Wahl, hier hingegen wurde ein warmer Farbton aus dem Chroma Pool-Programm von Agrob Buchtal gewählt. „Ich muss ganz offen zugeben, dass ich mich auch für einen Blauton entschieden hätte, wenn nicht der entscheidende Impuls durch Agrob Buchtal gekommen wäre. Die jahrzehntelange Erfahrung dieser Marke sowie die enorme Farb- und Formatvielfalt eröffnete uns eine kreative Gestaltungsfreiheit“, erläutert Jaeggi. Und so fiel nach ausführlichen Bemusterungen die Wahl auf die Farbe Sandgrau Hell. „Wir waren wirklich überrascht, welche karibisch warme und heitere Wasseranmutung dadurch entsteht und welches Strand- beziehungsweise Urlaubsfeeling dadurch transportiert werden kann“, blickt Jaeggi zufrieden auf seine Entscheidung zurück.

Aspekt Funktionalität

Im modern gestalteten Spa des Hotel Eden Spiez steht neben stilvollem Ambiente natürlich auch komfortable Funktionalität im Vordergrund. So sind nicht nur wegen der gestalterischen Durchgängigkeit, sondern auch aus Gründen der Nutzerfreundlichkeit und -sicherheit sämtliche Böden mit Fliesen der Serie Valley belegt. „Die Gäste vor Unfällen durch Ausrutschen zu schützen hat in unserer Arbeit selbstverständlich höchste Priorität“, betont Jaeggi. „Umso wichtiger war es für uns, dass wir das großzügige Bodenformat 75 x 75 Zentimeter im Rahmen einer projektspezifischen Sonderfertigung in der geforderten Trittsicherheitsklasse R11/B beziehen konnten.“

Darüber hinaus wurden im gesamten Sockelbereich, also auch unterhalb der Holzvertäfelung, zur einfacheren und besseren Reinigung Fliesen verlegt. „Wir haben die Fliesen im Vorfeld umfangreichen Tests mit unterschiedlichen Stoffen unterzogen und mehrfach mit hoteleigenen Reinigungsmitteln gesäubert“, ergänzt Jaeggi. Dass diese Tests bestanden wurden, ist auch auf die bereits im Werk aufgebrachte „Protecta“-Vergütung zurückzuführen: Die hier verwendeten unglasierten Bodenfliesen sind zwar bereits von Natur aus strapazierfähig und unempfindlich. Ihre Vorzüge werden jedoch durch die spezielle Vergütung nochmals verbessert, denn sie geht beim Brennen eine innige Verbindung mit dem Fliesenkörper ein und verschließt die bei unglasierter Keramik vorhandenen „Mikro-Poren“. Dem Eindringen von Flecken bildenden Substanzen wird dadurch wirkungsvoll vorgebeugt – eine mühsame nachträgliche Imprägnierung ist deshalb nicht mehr erforderlich.

www.agrob-buchtal.de

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